Glossar
Codepage
Der ANSI-Zeichensatz verwendet zur Kodierung von Zeichen 8 Bit und kann damit 256 verschiedene Zeichen darstellen. Er enthält also neben den Standardzeichen A bis Z nur wenige zusätzliche Zeichen. Eine Codepage gibt an, welche Buchstaben jedem Zeichencode zugeordnet werden. Zum Beispiel gibt es eine Codepage für europäische Sprachen, die Zeichen wie ä, ú oder î enthält oder eine Codepage mit allen russische Zeichen enthält.
Um einen ANSI-codierten Text richtig darzustellen, ist also die Kenntnis der verwendeten Codepage nötig. Eine Liste von Codepages, die für MS Windows verwendet werden, finden Sie im Abschnitt Codepages.
DBCS
DBCS (Double Byte Character Set) ist ein Zeichensatz, bei dem ein Zeichen durch ein oder zwei Bytes dargestellt wird. Dieser Zeichensatz wird beispielsweise in der japanischen Version von Windows 95 verwendet. Verschiedene Codepages beschreiben auch verschiedene DBCS-Zeichensätze. Es ist daher beispielsweise problematisch, DBCS-Texte zwischen Systemen mit unterschiedlichen Standard-Codepages zu übertragen.
Eigenschaftenfenster
Andockbares Fenster, in dem die Eigenschaften eines Objekts (Textliste, Sprache, Ressource, Quelltext oder Übersetzungstext) angezeigt und bearbeitet werden können.
Geöffnet wird es durch einen Doppelklick auf das Objekt oder über den Befehl Eigenschaften im Kontextmenü des Objekts. Wenn das Fenster bereits geöffnet ist, reicht es, das Objekt auszuwählen.
Das Eigenschaftenfenster für Übersetzungstexte wird auch als heißt auch „Übersetzungsfenster“ bezeichnet.
Glossardateien
Eine SDL Passolo-Glossardatei ist eine Textdatei, die Texte in verschiedenen Sprachen enthält. Diese Tabellen werden beim automatischen Übersetzen verwendet.
Projektfenster
Erstes Fenster, das angezeigt wird, wenn Passolo ein Projekt öffnet. Es listet alle Quelldateien, Sprachen und Textlisten auf und gibt eine Übersicht über den aktuellen Projektstatus. Von hier aus werden die Textlistenfenster geöffnet. Operationen, die auf mehreren Textlisten gleichzeitig durchgeführt werden sollen, müssen im Projektfenster aufgerufen werden.
Quelldatei
Eine Quelldatei ist eine in Passolo zu übersetzende Programmdatei. Der Typ der Datei ist vom Parser abhängig. Die Quelldateien für WIN32 sind z. B. meist .EXE-Dateien oder .DLL-Laufzeitbibliotheken, die Quelldateien für den Textparser (strukturierte) Textdateien. Eine Quelldatei kann auch eine Datenbank oder eine SQL-Abfrage sein, wenn mit dem Datenbank-Parser gearbeitet wird.
Die Aufgabe von Passolo besteht darin, diese Quelldateien zu lokalisieren. Die übersetzte Version der Quelldatei wird als Zieldatei bezeichnet.
Quelltextliste
Die Quelltextliste enthält alle zu lokalisierenden Textressourcen einer Quelldatei. Sie können die Quelltextliste auch bearbeiten, um bestimmte Zeichenketten auszublenden oder vom Übersetzungsvorgang auszuschließen.
Ressource
Die Texte einer Quelldatei werden grundsätzlich in Ressourcen zusammengefasst. Dies kann ein Dialogfeld, ein Menü oder eine sonstige Gruppierung sein. Einige Ressourcen wie Bitmaps enthalten keinen Text und werden Objekte bearbeitet.
Ressource-ID
Jeder Ressource in einer Quelldatei wird eine Kennung (ID) zugeordnet. Dies kann eine Zahl oder eine Bezeichnung sein. Die ID sollte möglichst eindeutig sein, damit Ressourcen eindeutig identifiziert werden können.
Sprach-ID
Unter Windows wird jeder Sprache eine eindeutige Nummer zugeordnet. Diese sogenannte Sprach-ID besteht aus einer Primär- und einer Sub-ID. Eine explizite Angabe dieser Werte ist für gewöhnlich nicht notwendig, da Passolo eine Liste der von Windows unterstützten Sprachen enthält. Passolo bietet jedoch die Möglichkeit, Sprach-IDs auch direkt einzugeben, da in Zukunft weitere Sprachen hinzukommen können, die bislang nicht berücksichtigt wurden. Eine Liste der unterstützten Sprachen finden Sie in Programmierhandbüchern oder im Internet z. B. unter http://www.microsoft.com/opentype/otspec/lcid-cp.txt.
Text
In Passolo wird die kleinste zu übersetzende Einheit innerhalb einer Quelldatei als Text bezeichnet. Alle Texte werden im Textlistenfenster angezeigt und einzeln bearbeitet. Jeder Text ist einer Ressource zugeordnet. Texte in einer Quelltextliste heißen auch Quelltexte und Texte in einer Übersetzungsliste werden auch als Übersetzungstexte bezeichnet.
Textlistenfenster
Fenster, in dem eine oder mehrere zusammengehörige Textlisten angezeigt werden. Links befindet sich eine Baumstruktur, die alle Ressourcen darstellt, und rechts finden Sie die Liste mit den Texten.
Unicode
Ein 16-Bit-Zeichensatz, der es ermöglicht, die Zeichen aller Sprachen (einschließlich Chinesisch und Japanisch) darzustellen. Für gewöhnlich werden Ressource-Texte in Unicode gespeichert.
Zieldatei
Eine Zieldatei ist die mit Passolo lokalisierte Version einer Quelldatei. Meist handelt es sich um eine Kopie der Quelldatei, in der alle Ressourcen und Texte in eine andere Sprache übersetzt wurden.
Übersetzungsliste
Eine Zieldatei ist die mit Passolo lokalisierte Version einer Quelldatei. Meist handelt es sich um eine Kopie der Quelldatei, in der alle Ressourcen und Texte in eine andere Sprache übersetzt wurden.
Übersetzungsliste
Eine Textliste, die alle Texte einer Quelldatei als Quelltext-Übersetzungs-Paar enthält. Der Text in der zweiten Textspalte wird dabei vom Übersetzer bearbeitet. Eine vollständig bearbeitete Übersetzungsliste enthält daher alle Texte in beiden Sprachen.
Übersetzungsfenster
Andere Bezeichnung für das Eigenschaftenfenster einer Übersetzungsliste.
SDLXLIFF
*. Bei sdlxliff handelt es sich um ein mit XLIFF Version 1.2 kompatibles XLIFF-Format.
SDL hat einige standardkompatible proprietäre Erweiterungen hinzugefügt.
Wenn Sie einem Projekt in Trados Studio ein zu übersetzendes Element hinzufügen, konvertiert Trados Studio das Element in eine Datei im *.sdlxliff-Format. Alle nachfolgenden Übersetzungsarbeiten finden in der *.sdlxliff-Datei statt. Wenn Sie beispielsweise einen Übersetzungseditor verwenden, bearbeiten Sie eine *.sdlxliff-Datei und speichern das Ergebnis ebenfalls als *.sdlxliff-Datei. Die *.sdlxliff-Datei trägt den gleichen Namen wie das Quellelement, zuzüglich der Dateierweiterung .sdlxliff.
Am Ende des Projekts oder wenn der Benutzer das Endformat zur Überprüfung generiert, wird der übersetzte Text extrahiert und in das Zieldateiformat konvertiert. Normalerweise wird die *.sdlxliff-Arbeitsdatei intakt beibehalten.